Bären – Fressnapf – Burger King

Zur Eröffnung der neuen BURGER KING FILIALE in der Salurnerstraße möchte ich

mir einige (satirische) Gedanken erlauben. Wir sind nicht mehr von gestern. Kufstein hat nun endlich Anschluss an das Burger-Universum gefunden. An Stelle des ehemaligen traditionellen „Gasthofes zum Bären“ verfügen die Kufsteiner und Durchreisenden endlich auch über eine Alternative zum bisherigen Fast-Food-Gourmet-Tempel „MC DONALDS“ beim Kreisverkehr bei der Autobahnauffahrt Kufstein Nord. BURGER KING ist da.

Im neu errichteten Gebäudekomplex mit dem kreativ beschaulichen  Namen INNPARK hat diese Fastfood-Kette einen attraktiven Standort in Kufstein gefunden. In genialer Koexistenz mit der Firma FRESSNAPF ist für die Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse von Mensch und Tier gesorgt. „Endlich muss ich nicht mehr nach Wörgl fahren“, äußerte sich erfreut einer meiner Schüler, der sein Haustier nun mit weniger Aufwand satt bekommen wird. Apropos Fahren.

Ich „musste“ vor 30 Jahren noch in die USA fahren bzw. fliegen um die Segnungen der Fastfood-Industrie in fortgeschrittener Form kennen zu lernen. Unvergessen bleiben mir auch die anderen nordamerikanischen Fastfood-Institutionen wie „JACK IN THE BOX“, „WENDYS“, usw.  die hierzulande (leider?) noch nicht vertreten sind. Mit unserem studentischen Sparbudget blieben uns damals zur Nahrungsmittelversorgung kaum andere Möglichkeiten, da Essen in einem Restaurant für uns nicht leistbar waren. Richtige Insider und Fastfood-Experten kennen die wahren Unterschiede in den angebotenen Produkten der Nahrungsmittelindustrie. Nun können also alle Kufsteiner, welche die Geschmackskomponenten des Hauptkonkurrenten bisher ablehnten doch noch zu ihrem schnellen Essen kommen.

Durchreisende Touristen werden ebenfalls das Angebot schätzen. Die in der Hochsaison nervenzehrende, weil staubelastete Durchfahrt durch Kufstein Richtung Eiberg kann dadurch zumindest „kulinarisch“ unterbrochen werden – BURGER KING – drive in. Wer Schubertstraße und Salurnerstraße erfolgreich bewältigt hat, darf sich zumindest mit einem „schnellen Essen“ belohnen. Wer weiß wie lange diesmal der Stau auf der Eibergstraße dauern wird? Der stauerfahrene Urlauber sorgt vor.
Wie sich der neue „Burger-Krieg“ auf die bisherige „Döner und Pizza Szene“ in Kufstein auswirken wird bleibt abzuwarten. Dank an alle Investoren und politisch Verantwortlichen, dass sich die Stadt Kufstein endlich von vielen kleinbürgerlichen Vorstellungen von gestern löst und Anschluss an die Welt von morgen findet. Es war höchste Zeit. Dietmar Wieser, Kufstein.

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